Die Einführung eines neuen oder die Konsolidierung eines bestehenden Compliance-Management-Systems (CMS) dient der Krankenhausleitung, rechtliche Risiken zu minimieren. Angesichts zunehmender regulatorischer Anforderungen und der besonderen Sensibilität des Gesundheitssektors ist ein wirksames CMS nicht nur eine Frage rechtlicher Absicherung, sondern auch wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Unternehmensführung.

Bestandsaufnahme

Viele Krankenhäuser verfügen bereits über separate, sachgebietsbezogene Compliance-Teilsysteme und -Elemente, die für eine effektive Steuerung und Ressourcennutzung einer Integration in ein Gesamtsystem bedürfen. Insbesondere sind die vielfältigen Informationswege zu Risiken (Klinisches Risikomanagement CIRS, KRITIS-Pflichten, Meldewege nach dem Hinweisgeberschutzgesetz, Beschwerdeverfahren nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, AGG-Beschwerdeverfahren) sinnvoll aufeinander abzustimmen, um Synergien zu heben. Eine Erhebung des Ist-Zustands im Ausgangspunkt ermöglicht einen zielgerichteten Ressourceneinsatz und die Verwertung bereits bestehender Strukturen und Vorarbeiten. Die Ergebnisse eines solchen Eingangsaudits werden in einen Maßnahmenplan übersetzt, der Meilensteine in inhaltlicher und zeitlicher Hinsicht definiert.

Konzeptionierung

Unsere Praxisgruppe Healthcare-Compliance berät bei der Konzeptionierung angemessener Compliance-Strukturen und Abläufe unter Berücksichtigung der individuellen Belange Ihres Hauses und in Anwendung der Grundsätze des modernen Projektmanagements. Um die Bedarfsorientierung über den Querschnitt der Organisation hinweg sicherzustellen, arbeiten wir Hand in Hand mit einem mit Schlüsselfunktionsträgern besetzten Arbeitsgremium.

Aus unserer langjährigen Tätigkeit in der Compliance-Beratung und als externe Compliance-Beauftragte im Healthcare-Bereich kennen wir das spezifische Compliance-Risikoprofil von Krankenhäusern und greifen auf ein korrespondierendes Spektrum an Vorlagen zurück. Dieses reicht von Geschäftsleitungsbeschlüssen über Richtlinien zur sachgebietsübergreifenden Compliance-Organisation (CMS-Aufbau, Compliance-Risikomanagement, Hinweisgebersystem & Vorfall-Management, haftungsbefreiende Aufgaben- und Pflichtendelegation) hin zu Regelungen der sachgebietsbezogenen Risikosteuerung (bspw. Umgang mit Drittmitteln, Spenden und anderen Zuwendungen, Lieferkettensorgfaltspflichten, Umgang mit Ermittlungsbehörden, Cybersicherheit etc.).

Implementierung

Die eigentliche Implementierungsphase umfasst die sukzessive Überführung der konzipierten Strukturen in die Organisationspraxis. Wir unterstützen Sie bei der einweisenden Kommunikation neuer und überarbeiteter Regelwerke, die Festlegung klarer Zuständigkeiten, die Schulung von Führungskräften und Mitarbeitenden sowie die Einrichtung und Prüfung von Kommunikationsmedien und Meldewegen. Durch begleitendes Change-Management und ein kontinuierliches Monitoring können die Akzeptanz des CMS im Arbeitsalltag gefördert und seine Wirksamkeit fortlaufend überprüft werden. Ziel ist ein System, das nicht nur formell besteht, sondern gelebte Compliance-Strukturen schafft, die zur Integrität, Effizienz und Patientensicherheit des Krankenhauses beitragen.

Ansprechpartner

Fabian Breuer 
Dr. Sebastian T. Vogel