Mehr und mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung eines effektiven Compliance Managements. Das geht aus der aktuellen Berufsfeldstudie hervor, die die Quadriga Hochschule Berlin und der Bundesverband der Compliance Manager im Dezember veröffentlicht haben.

Die Untersuchung „Führung und Organisation der Compliance “ wurde im August und September 2017 als Online-Befragung durchgeführt, insgesamt haben 586 Compliance-Manager, überwiegend aus Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz, teilgenommen.

 Der Studie zufolge sind Compliance-Beauftragte insbesondere in der Privatwirtschaft tätig. Bemerkenswert dürfte der Einfluss aus dem Ausland auf die Entscheidung zur Einrichtung eines Compliance-Systems sein: Mehr als die Hälfte der Manager sind international tätig. Im Schwerpunkt liegt die Tätigkeit dabei auf der Korruptionsbekämpfung, der Erstellung von Compliance-Richtlinien sowie der Identifizierung und Bewertung von Risiken. Deutlich an Bedeutung gewonnen haben der Studie zufolge in den vergangenen Jahren hier der Tätigkeitsbereich Interne Ermittlungen und der Umgang mit Hinweisgebersystemen (Whistleblowing).

Compliance-Manager oft unzufrieden

Und obwohl damit scheinbar die Wirtschaft die Wichtigkeit von Compliance-Maßnahmen erkannt hat, lassen die Konsequenzen doch nicht selten zu wünschen übrig. So ist die Zahl der mit Compliance-Aufgaben betrauten Mitarbeiter zwischen 2013 und 2017 von durchschnittlich 36 auf 26 pro Compliance-Einheit gesunken. Das bereitgestellte Budget ist in den meisten Fällen gleichgeblieben, teilweise sogar gesunken. Entsprechend unzufrieden sind interne Compliance-Manager oft – ein Drittel der Befragten strebt einen Arbeitgeberwechsel an. Als einen der Gründe nennt die Studie eine oftmals nicht optimale Zusammenarbeit. Auf der anderen Seite sehen die Befragten steigende fachliche Anforderungen in den kommenden Jahren auf sich zukommen.

Das professionelle Management rechtlicher Risiken ist zur Entlastung der Geschäftsleitung vom Vorwurf des Organisationsverschuldens und der Vermeidung von Reputationsschäden unentbehrlich. Rechtsanwalt Dr. Auffermann unterstützt hierbei Compliance- und Rechtsabteilung.

Rechtsanwalt Dr. Niklas Auffermann: „Die Einrichtung eines angemessenen und wirksamen Compliance-Systems wird in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen. Gerichte und Behörden legen den Fokus bereits heute stärker auf interne Management Systeme, die Fehlverhalten vermeiden sollen und nutzen dies als Anreiz für eine Reduzierung der Sanktion. Auch der nationale und der europäische Gesetzgeber werden tätig werden und die Regulierung in allen Branchen vorantreiben und Compliance-Pflichten auferlegen.“

Ihr Ansprechpartner

Dr. Niklas Auffermann

Telefon 030 / 31 86 85-3
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zurück

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok