Polizei oder Staatsanwaltschaft können die Freiheit entziehen durch

  1. vorläufige Festnahme (§ 127 StPO)
  2. Untersuchungshaft in einem laufenden Ermittlungsverfahren (§§ 112 ff. StPO)
  3. Vorführungshaftbefehl bei Ausbleiben in der Hauptverhandlung (§ 230 StPO)
  4. Vorführungs- oder Haftbefehl nach Aufforderung zum Antritt der Strafe (§ 457 II  StPO).

Daneben kann es weitere Gründe für eine Verhaftung geben, zum Beispiel im Zivilrecht zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung. Auch gegen Zeugen können im Strafrecht Zwangsmaßnahmen ergriffen werden, wenn sie trotz Ladung in einer Hauptverhandlung wiederholt unentschuldigt nicht erscheinen (sog. Vorführung). 

Schweigen ist Gold

Das wichtigste bei vorläufiger Festnahme und Verhaftung:

  1. Nehmen Sie Ihr Recht wahr und kontaktieren Sie sofort einen Verteidiger oder einen Angehörigen, der seinerseits einen Verteidiger beauftragen kann.
  2. Machen Sie keine Aussagen, ohne zuvor mit einem Verteidiger gesprochen zu haben.

Als Fachanwälte für Strafrecht sind wir mit diesen Vorgängen vertraut und in der Lage, sofort zu reagieren.