Inzwischen ist klar: Sexismus und Übergriffigkeiten, sexuell motivierte verbale und körperliche Gewalt sind überall in der Gesellschaft und deshalb auch in Unternehmen und Organisationen präsent. Für die Betroffenen ist es oftmals nicht möglich, Tat und Täter zu benennen. Dabei geht weniger um die Beweisbarkeit eines Geschehens, sondern vor allem um die Macht des Täters, dem Opfer Schuld zuzuweisen, und um die Macht von Gruppen, das Opfer einen Denunzianten und Nestbeschmutzer zu nennen und ausgrenzen. Auch für Zeugen ist die Situation schwer. Durch ein Einschreiten oder eine Beschwerde auf offenem Weg setzen sie sich ähnlichen Mechanismen aus.

Es tut sich etwas

Die aktuell angestoßene, weltweite Debatte über Sexismus und sexuelle Übergriffe hat in Deutschland auch in Verbindung mit der Verschärfung des Sexualstrafrechts zu einer erhöhten Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Betroffenen geführt. Die Anzahl der bekannt werdenden Vorfälle nimmt täglich zu.

Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (§ 13 AGG) schreibt vor, dass für Fälle einer auf dem Geschlecht beruhenden Diskriminierung im Unternehmen Informationen über die für die Behandlung von Beschwerden zuständige Stelle bekannt zu machen sind. Aber wie soll diese Stelle ihre Aufgabe erfüllen, wenn Opfer und Zeugen aus Angst vor Diskriminierung schweigen? Immer mehr Unternehmen und Organisationen richten deshalb besonders geschützte Meldewege für Übergriffigkeiten, für Fälle sexuell motivierter verbaler oder körperlicher Gewalt ein.

Vertrauliche Entgegennahme von Hinweisen

FS-PP Berlin verfügen über eine langjährige Erfahrung als externe anwaltliche Ombudspersonen und Vertrauensanwälte öffentlicher sowie privatwirtschaftlicher Unternehmen. Bereits vor der aktuellen #Me-Too-Debatte haben FS-PP Berlin Unternehmen bei dem Umgang mit unternehmensinternen Vorfällen sexueller Belästigung und sexuellen Missbrauchs beraten.

FS-PP Berlin sind daher im Umgang mit derartigen Themen, der Berücksichtigung der Interessen von Unternehmen und Opfer, dem angemessenen Umgang mit möglichen Tätern unter Berücksichtigung arbeitsrechtlicher Vorschriften, Reputationsrisiken sowie einer etwaigen Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden routiniert.

Betroffenen und Zeugen, die mehr als nur einen Hinweis geben möchten, können wählen, ob sie das vertrauliche Gespräch mit einem Mann oder einer Frau führen möchten. Sowohl Dr. Rainer Frank als auch Dr. Leonie v. Holtzendorff verfügen als Rechtsanwälte im Bereich Strafrecht über besondere Erfahrungen in diesem speziellen Bereich. Bereits vor der aktuellen #Me-Too-Debatte haben FS-PP Berlin Unternehmen bei dem Umgang mit unternehmensinternen Vorfällen sexueller Belästigung und sexuellen Missbrauchs beraten.

FS-PP Berlin verfügen außerdem über das BKMS® System, das eine vollständig geschützte und sogar anonyme Hinweisübermittlung und Kommunikation gestattet. So können Opfer und Zeugen auf Sachverhalte hinweisen, ohne ihre Identifizierung und eine nachfolgende Benachteiligung fürchten zu müssen.

#Me-Too und Compliance

Viele Reden über Compliance und Unternehmensethik bleiben bloße Lippenbekenntnisse, wenn man nicht auch die #Me-Too Problematik offensiv angeht. FS-PP Berlin raten Unternehmen und Organisationen deshalb – auch im Sinne der Erfüllung der arbeitsrechtlichen Fürsorgepflicht des Arbeitgebers – dringend zu einer eindeutigen Positionierung gegen sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz sowie zur Schaffung einer Möglichkeit zur vertraulichen Meldung entsprechender Vorfälle.

Die Hemmschwelle potenzieller Opfer sexuellen Missbrauchs ist trotz der gegenwärtigen Debatte noch hoch. Durch die Einrichtung eines externen, vertraulichen und anonymisierten Hinweisgebersystems wird diese Schwelle weitest möglich herabgesetzt. Unternehmen und Organisationen eröffnen sich so eine Möglichkeit, Missstände aufzudecken und zu beseitigen sowie ernsthafte Schäden von Mitarbeitern abzuwenden und damit zugleich die eigene Reputation zu schützen.

FS-PP Berlin nehmen Hinweise potentieller Opfer vertraulich und unter Verwendung des BKMS® System auch anonym entgegen, unterziehen den jeweiligen Sachverhalt einer rechtlichen Prüfung und beraten anschließend – im Falle der Freigabe durch das Opfer oder Zeugen – weitere Schritte mit dem jeweiligen Ansprechpartner des Unternehmens oder der Organisation.

Erst wenn die Mitarbeiter ein belastbares Vertrauen in die Wahrung ihrer Rechte und die Wahrnehmung ihrer Interessen als Opfer möglicher Missbrauchsfälle durch das Unternehmen haben und sie zudem über eine vertraulichen und anonyme Mitteilungsmöglichkeit verfügen, werden sie sich in derartigen Fällen zunächst an die unternehmensintern benannte Person wenden, bevor es zu einer Einschaltung staatlicher Ermittlungsbehörden kommt.

Ansprechpartner

Dr. Leonie v. Holtzendorff, Dr. Rainer Frank

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