Nach der „Orbit“-Veröffentlichung, bei der mehrere tausend Prominente und Politiker Opfer eines Datendiebstahls geworden sind, erfolgte am 17. Januar 2019 die nächste datenschutzrechtliche Katastrophe:

Unter der Bezeichnung „Collection #1“ erschien in einem Hacker-Forum ein Datensatz, in welchem mehrere hundert Millionen Email-Adressen samt Passwörtern enthalten sind. Der Datensatz ist eine Zusammenstellung aus Angriffen auf verschiedenste Internetseiten und Dienste, unter anderem Last.fm und Dropbox.

 

Zwar sind die Datensätze teilweise einige Jahre alt. Allerdings besteht immer die Gefahr, dass User ihre Passwörter nicht regelmäßig ändern oder ihre Passwörter nur variieren. Unter Umständen kann somit auch mit alten Datensätzen ein großer Schaden angerichtet werden.

Unter den vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlenen Adressen https://haveibeenpwned.com/ und https://sec.hpi.de/ilc/ können Sie überprüfen, ob auch Sie Opfer des Datendiebstahls geworden sind.

Sollte dies der Fall sein, sollten Sie möglichst schnell Ihre Passwörter ändern, um einen möglichen Schaden abzuwenden.

Dieser erneute Vorfall zeigt, welch riesiges Schadenspotential Internetkriminalität bietet.

FS-PP Berlin berät umfassend rund um Thema Cybercrime und IT-Security. Sei es bei der strafrechtlichen Verfolgung von Angreifern, bei der juristischen Begleitung von Compliance-Maßnahmen, bei der Lösung von datenschutzrechtlichen Folgeproblematiken oder bei der Abwehr von Bußgeldern oder Forderungen Dritter, die nach einer Cyber-Attacke aufkommen können.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Rainer Frank

Telefon 030 / 31 86 85-3
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