Unternehmen oder Organisationen, die selbst Opfer von Straftaten wurden, haben oft enttäuschende Erfahrungen gemacht: Der Einfluss auf die Ermittlungsbehörden ist gering, mindestens schwer kalkulierbar. Verfahrenseinstellungen oder bescheidene Sanktionen erwecken gelegentlich Bedauern, so viel aufwändige Zuarbeit geleistet zu haben. Strafverfahren dauern sehr lange; das schafft Probleme wegen der zivilrechtlichen Verjährung. Informationen aus dem Strafverfahren sind oft unvollständig, es besteht kein angemessener Zugang zu Beweismitteln.

Die Konsequenz: Unternehmen nehmen das Strafrecht nicht als Mittel der effektiven Rechtsverfolgung war. Es wird allein auf die zivilrechtliche Rechtsverfolgung gesetzt. Akteneinsicht wird nur als Mittel der Informationserlangung für die zivilrechtliche Rechtsverfolgung verstanden und genutzt.